Fortbildungen 2026, 1. Halbjahr
"Fortbildungen sind ein Ort, an dem Wissen erlangt oder vertieft, Haltungen reflektiert und neue Handlungs-kompetenzen erworben werden können. Mein Angebot richtet sich an Mitarbeitende aus pädagogischen und sozialen Arbeitsfeldern, an Interessierte, Angehörige sowie Interessens- und Elterninitiativen. In meiner Arbeit ist es mir wichtig, fachliche Inhalte praxisnah zu vermitteln und Teilnehmende in einen lebendigen, wertschätzenden Austausch einzubinden. So entsteht Lernen, das nachhaltig wirkt und im beruflichen Alltag unmittelbar anwendbar ist.“
Claudia König
Alle hier aufgeführten Fortbildungen finden in der BAK Aachen, Leonhardstr. 18 - 20 in 52064 Aachen statt.
Wissenswertes zum Haus, Anreise-, Park- und Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie unter: http://www.bak-ac.de.
Veranstaltungszeit ist jeweils von 9 - 16.15 Uhr.
Alles Weitere finden Sie unter internal://33c2a0b1-7744-4d4e-b130-a83975ecb9a8.
12. + 13.01.2026: Grundlagen der Pädagogik
Diese Fortbildung vermittelt grundlegendes Wissen über zentrale Themen und Fragestellungen der Pädagogik. Wir beleuchten, wie pädagogisches Handeln entstanden ist, welche Leitgedanken es prägen und welche Herausforderungen heute im pädagogischen Alltag bestehen.
Im Mittelpunkt steht das Verständnis von Bildung, Erziehung und Betreuung sowie die Frage, wie pädagogische Arbeit verantwortungsvoll, professionell und ressourcenorientiert gestaltet werden kann.
Die Teilnehmenden erhalten: - einen Überblick über historische und aktuelle Ansätze der Pädagogik - Einblicke in grundlegende Theorien und Modelle - Reflexion über pädagogische Haltungen und Werte - praktische Bezüge zur Arbeit in unterschiedlichen pädagogischen Feldern.
Ziel ist es, ein sicheres Fundament für das eigene pädagogische Handeln zu schaffen und die eigene Rolle im Spannungsfeld zwischen Anspruch und Alltag zu reflektieren.
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26.-28.01.2026: Im Kontext von Bindung und Trauma - emotionale, psychosoziale & psychosexuelle Entwicklung
In dieser Fortbildung setzen wir uns mit den Grundlagen emotionaler, psychosozialer und psychosexueller Entwicklung auseinander. Wir betrachten, wie Bindungserfahrungen Entwicklungswege prägen, welche Bedeutung gelingende Beziehungen haben und welche Folgen traumatische Erfahrungen nach sich ziehen können.
Dabei geht es sowohl um entwicklungspsychologische Grundlagen als auch um praxisnahe Impulse für die Begleitung von Menschen in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsfeldern.
Die Teilnehmenden erhalten: - einen Überblick über zentrale Entwicklungsbereiche (emotional, psychosozial, psychosexuell) - Wissen zu Bindungstypen und deren Bedeutung - Einblicke in die Auswirkungen von Traumatisierungen - praktische Anregungen für die Begleitung im pädagogischen und sozialen Alltag
Ziel ist es, durch die Verbindung von elementaren entwicklungspsychologischen Aspekten Prozesse besser verstehen und die eigene Haltung in der pädagogischen Arbeit umfassender reflektieren zu können.
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09. + 10.02.2026: Grundlagen der Kommunikation
In dieser Fortbildung setzen wir uns mit den Grundlagen gelingender Kommunikation auseinander. Kommunikation ist mehr als das gesprochene Wort – sie bestimmt, wie wir miteinander in Beziehung treten, Konflikte lösen und Vertrauen aufbauen.
Wir betrachten, welche Faktoren Verständigung fördern oder erschweren, und wie wir bewusster, klarer und wertschätzender in den Dialog gehen können.
Die Teilnehmenden erhalten: - einen Überblick über grundlegende Modelle der Kommunikation - Einblicke in verbale und nonverbale Ausdrucksformen - Wissen über typische Missverständnisse und Kommunikationsfallen - praktische Übungen für einen klaren, respektvollen Austausch.
Ziel ist es, Kommunikationsprozesse besser zu verstehen, die eigene Wirkung zu reflektieren und konkrete Strategien für den beruflichen Alltag mitzunehmen.
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23. + 24.02.2026: Gewaltprävention und freiheitsentziehende Maßnahmen
Gewaltprävention gehört zu den zentralen Aufgaben in pädagogischen und sozialen Arbeitsfeldern. Gleichzeitig stellen freiheitsentziehende Maßnahmen ein sensibles und - zurecht - rechtlich streng geregeltes Thema dar, das Fachkräfte immer wieder vor ethische und praktische Herausforderungen stellt.
In dieser Fortbildung geht es darum, Wege der Gewaltprävention kennenzulernen, Handlungsmöglichkeiten im Alltag zu reflektieren und rechtliche Grundlagen zu verstehen.
Die Teilnehmenden erhalten: - einen Überblick über Formen von Gewalt und Strategien der Prävention - rechtliche Grundlagen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen - Einblicke in ethische Fragestellungen und pädagogische Alternativen - Praxisbeispiele und Methoden, um Sicherheit, Schutz und Selbstbestimmung in Einklang zu bringen.
Ziel ist es, Mitarbeitende zu stärken, präventiv wirksam zu werden, verantwortungsvoll mit Grenzsituationen umzugehen und Handlungssicherheit im Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen zu gewinnen.
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09. + 10.03.2026: Selbstbestimmt & in Würde leben (lassen) - pädagogische Spannungsfelder und ethische Fragestellungen im sozial- und sonderpädagogischen Arbeitsfeld
In dieser Fortbildung werden grundlegende ethische Fragestellungen aufgegriffen und praxisnah mit Situationen aus dem sozial- und sonderpädagogischen Arbeitsfeld verbunden. Wie lässt sich Selbstbestimmung fördern, wenn gleichzeitig Schutz und Fürsorge notwendig sind? Wo beginnt Würde, und wo droht sie verletzt zu werden? Pädagogische Fachkräfte bewegen sich im Alltag häufig in Spannungsfeldern, u.a. zwischen Autonomie, Abhängigkeit, Nähe und Distanz. Dabei tragen sie Verantwortung für ihr Handeln – und erleben oft Unsicherheit in der Frage, was wirklich notwendig ist und welche Rechte die andere Person hat.
Die Teilnehmenden erhalten: - einen Überblick über zentrale ethische Prinzipien in der pädagogischen Arbeit - Reflexion über Spannungsfelder zwischen Selbstbestimmung, Schutz und Verantwortung - Auseinandersetzung mit eigenen Unsicherheiten in der Bewertung von Situationen - Einblicke in Fallbeispiele und Diskussionsräume - Anregungen für eine professionelle Haltung, die Würde und Selbstbestimmung stärkt.
Ziel ist es, mehr Sicherheit im Umgang mit ethischen Fragen zu gewinnen und die eigene Praxis bewusst, verantwortungsvoll und reflektiert zu gestalten - für ein würdevolles Leben derer, die Sie begleiten.
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23. + 24.03.2026: Sterben, Tod und Trauer als Teil des Lebens begreifen
In dieser Fortbildung setzen wir uns mit den Herausforderungen auseinander, die Sterben, Tod und Trauer für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung bedeuten, und entwickeln Handlungsmöglichkeiten für eine achtsame Begleitung. Sterben, Tod und Trauer sind Themen, die im Alltag oft verdrängt werden – bis wir von ihnen betroffen sind. Auch in der pädagogischen und betreuenden Arbeit begegnen sie uns immer wieder. Für Mitarbeitende bedeutet das, den eigenen Umgang mit diesen Themen zu reflektieren, eigene Unsicherheiten wahrzunehmen und sprachfähig zu werden, um Menschen in Krisen sensibel begleiten zu können.
Die Teilnehmenden erhalten: - grundlegendes Wissen über Trauerprozesse und individuelle Ausdrucksformen - Einblicke in die Bedeutung von Ritualen, Symbolen und kulturellen Aspekten - Reflexion über die eigene Haltung zu Sterben, Tod und Trauer - Praxisbeispiele für die Begleitung in Einrichtungen und im Alltag.
Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit diesen existenziellen Themen zu gewinnen und Betroffene wie Angehörige respektvoll, empathisch und fachlich fundiert begleiten zu können.
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20. + 21.04.2026: Beziehung zulassen, Freiraum ermöglichen - professionelle Beziehungsgestaltung in der Eingliederungshilfe
In dieser Fortbildung nähern wir uns dem Thema, wie professionelle Beziehungsgestaltung gelingen kann – zwischen Verbindlichkeit, Abgrenzung und Respekt vor individuellen Bedürfnissen. Professionelle Beziehungen in der Eingliederungshilfe bewegen sich stets im Spannungsfeld von Nähe und Distanz. Mitarbeitende stehen vor der Aufgabe, tragfähige Beziehungen zu gestalten und gleichzeitig das Recht auf Selbstbestimmung sowie den Freiraum der begleiteten Menschen zu achten.
Die Teilnehmenden erhalten: - Einblicke in Grundlagen professioneller Beziehungsgestaltung - Reflexion über Nähe, Distanz und Selbstbestimmung - Methoden zur Stärkung der eigenen Haltung und Handlungssicherheit - Praxisbeispiele und Austausch zu herausfordernden Situationen.
Ziel ist es, Beziehungen bewusst, professionell und ressourcenorientiert zu gestalten – zum Wohl der begleiteten Menschen und zur Entlastung der Mitarbeitenden
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01. + 02.06.2026: Angehörigenarbeit souverän und lösungsorientiert gestalten
In dieser Fortbildung geht es darum, die Zusammenarbeit mit Angehörigen souverän, wertschätzend, lösungsorientiert und entlastend zu gestalten. Angehörige sind wichtige Partner in der Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen. Gleichzeitig können unterschiedliche Erwartungen, Emotionen und Perspektiven Mitarbeitende stark herausfordern. Damit der Fokus auf den eigentlichen Adressaten - den Menschen mit Beeinträchtigung - nicht verloren geht, braucht es eine klare, wertschätzende und professionell gestaltete Angehörigenarbeit, die von allen beteiligten Mitarbeitenden gleichermaßen umgesetzt wird. Wir schauen darauf, warum sich Emotionalität einstellt und wie wir damit umgehen können, ohne dass sie zur Belastung für den ein oder anderen Beteiligten wird. Ebenso werden Fragen nach Grenzsetzungen und Spielräumen im Alltag Raum finden und wie Mitarbeitende hier ihre Rolle klar finden können.
Die Teilnehmenden erhalten: - einen Überblick über Chancen und Herausforderungen in der Angehörigenarbeit - Reflexion über eigene Reaktionsmuster im Kontakt mit Angehörigen - Kommunikationstechniken für einen klaren, respektvollen Dialog - Reflexion über Rollen, Erwartungen und Grenzen - praktische Impulse für eine kooperative und unbelastete Zusammenarbeit.
Ziel ist es, Angehörigenarbeit so zu gestalten, dass sie zur Ressource wird, ohne den Blick auf die Menschen mit Beeinträchtigung aus den Augen zu verlieren - und dabei alle Beteiligten zu entlasten.
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